Eisangeln: Erleben Sie den Nervenkitzel beim Fischen auf gefrorenen Seen und Flüssen?

Die eisige Kälte, die knisternde Stille und die ungeduldige Erwartung – das sind nur einige der Empfindungen, die das Eisangeln, ice fishing oder auf DeutschEisangeln, so besonders machen. Diese faszinierende Winteraktivität, die vor allem in den kälteren Regionen Europas und Nordamerikas beliebt ist, bietet eine einzigartige Verbindung zur Natur und einen Nervenkitzel, der seinesgleichen sucht. Doch was genau macht das Eisangeln aus und worauf muss man achten, um einen erfolgreichen und sicheren Angelgang zu erleben?

Das Eisangeln ist weit mehr als nur das Löcher bohren und das Köder auswerfen. Es ist eine Kunst, die Geduld, Erfahrung und eine gute Vorbereitung erfordert. Vom Finden des richtigen Standortes über die Auswahl der passenden Ausrüstung bis hin zum Verständnis des Verhaltens der Fische unter der Eisdecke gibt es eine Vielzahl von Aspekten zu berücksichtigen. In diesem Artikel werden wir uns umfassend mit der Materie befassen und Ihnen alles Wissenswerte rund um das Eisangeln vermitteln.

Die richtige Ausrüstung für das Eisangeln

Eine solide Ausrüstung ist das A und O beim Eisangeln. Neben der obligatorischen Angel und Rolle benötigt man spezielle Eispflöcke, um sich vor dem Einbrechen zu schützen. Auch ein Eisschaber, um die Löcher sauber zu halten, und ein Kescher, um die gefangenen Fische zu landen, dürfen nicht fehlen. Die Wahl der Angelschnur und des Köders hängt stark von der Zielfischart ab, aber generell sind feine Schnüre und lebende Köder wie Maden oder kleine Fische empfehlenswert.

Besondere Aufmerksamkeit sollte man auch der Kleidung schenken. Warme, wasserdichte und winddichte Kleidung ist unerlässlich, um den extremen Bedingungen standzuhalten. Mehrere Schichten sind besser als eine dicke Jacke, da sie eine bessere Isolation bieten und die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Handschuhe, Mütze und wasserdichte Stiefel sind ebenfalls Pflicht.

Ausrüstungsgegenstand
Beschreibung
Ungefährer Preis (EUR)
Eisbohrer Zum Bohren von Löchern durch die Eisdecke. 30 – 150
Eispflöcke Zur Sicherheit beim Betreten der Eisdecke. 10 – 30
Eisangler Kürzere Angel speziell für das Eisangeln. 20 – 80
Kescher Zum Landen der gefangenen Fische. 15 – 50

Die Suche nach dem perfekten Angelplatz

Die Wahl des richtigen Angelplatzes ist entscheidend für den Erfolg des Eisangelns. Generell sollte man sich auf Gebiete konzentrieren, in denen es tiefe Löcher, Unterwasserstrukturen oder Pflanzenbewuchs gibt. Diese Bereiche bieten den Fischen Schutz und Nahrung. Auch die Strömung spielt eine wichtige Rolle, da sie Sauerstoff transportiert und die Fische anzieht.

Es ist ratsam, sich vorab über die lokalen Angelbestimmungen zu informieren und sicherzustellen, dass das Eisangeln in dem gewählten Gebiet erlaubt ist. Zudem sollte man die Eisdicke sorgfältig prüfen, bevor man sich auf das Eis begibt. Eine Eisdicke von mindestens 10 Zentimetern ist für das Betreten des Eises unerlässlich, 15-20 cm sind sicherer.

Berücksichtigung der Wetterbedingungen

Das Wetter spielt beim Eisangeln eine entscheidende Rolle. Sonnige Tage mit wenig Wind sind ideal, da sie eine angenehme Atmosphäre schaffen und die Sicht unter der Eisdecke verbessern. Bei starkem Wind oder Schneefall kann das Angeln jedoch deutlich schwieriger werden. Auch die Temperatur ist wichtig, da sie das Verhalten der Fische beeinflusst. Bei extrem kalten Temperaturen ziehen sich die Fische oft in tiefere Bereiche zurück, während sie bei milderen Temperaturen aktiver sind.

Vor dem Angeln sollte man die Wettervorhersage sorgfältig prüfen und sich entsprechend vorbereiten. Es ist ratsam, warme Kleidung und ausreichend Verpflegung mitzunehmen, auch wenn das Wetter zunächst gut erscheint. Ein Windschutz oder ein kleines Zelt können ebenfalls hilfreich sein, um sich vor den Elementen zu schützen.

Das Verhalten der Fische im Winter

Im Winter verhalten sich Fische anders als in den wärmeren Jahreszeiten. Sie sind oft träger und suchen Schutz vor der Kälte in tieferen Gewässern. Ihre Stoffwechselrate sinkt, wodurch sie weniger Nahrung benötigen. Daher ist es wichtig, beim Eisangeln geduldig zu sein und die Köder entsprechend anzupassen. Kleine, lebende Köder wie Maden oder kleine Fische sind oft erfolgreicher als größere, tote Köder.

Auch die Wahl der Angeltechnik kann das Ergebnis beeinflussen. Das sogenannte “Jiggen” – das Auf- und Abbewegen des Köders – kann die Fische anlocken und zum Anbiss verleiten. Es ist wichtig, die Bewegung des Köders variieren und auf die Reaktion der Fische achten.

Sicherheit geht vor: Wichtige Tipps für das Eisangeln

Sicherheit sollte beim Eisangeln immer oberste Priorität haben. Bevor man sich auf das Eis begibt, sollte man die Eisdicke sorgfältig prüfen. Eine Eisdicke von mindestens 10 Zentimetern ist für das Betreten des Eises unerlässlich, 15-20cm sind sicherer. Man sollte sich zudem immer mit Eispflöcken sichern und nicht alleine angeln.

Es ist auch ratsam, sich vorab über die lokalen Angelbestimmungen zu informieren und einen Schwimmwesten zu tragen. Im Falle eines Unfalls sollte man Ruhe bewahren und versuchen, sich selbst aus dem Wasser zu ziehen. Wenn das nicht möglich ist, sollte man um Hilfe rufen.

  • Prüfe immer die Eisdicke vor dem Betreten des Eises.
  • Verwende Eispflöcke zur Sicherheit.
  • Angle niemals alleine.
  • Informiere dich über die lokalen Angelbestimmungen.
  • Trage eine Schwimmweste.

Die besten Fischarten für das Eisangeln

Viele verschiedene Fischarten können beim Eisangeln gefangen werden. Zu den beliebtesten gehören Hecht, Zander, Barsch und Forelle. Hecht und Zander sind Raubfische, die sich gut für das Schleppen oder Jiggen eignen. Barsch und Forelle sind hingegen eher Köderfische, die man mit feinen Angeltechniken anlocken kann.

Es ist wichtig, die Gewohnheiten der jeweiligen Fischart zu kennen und die Angeltechnik entsprechend anzupassen. Beispielsweise bevorzugt der Hecht tiefe Löcher und Unterwasserstrukturen, während der Barsch oft in der Nähe von Pflanzenbewuchs zu finden ist.

  1. Hecht
  2. Zander
  3. Barsch
  4. Forelle
Fischart
Typische Größe (cm)
Empfohlener Köder
Hecht 50 – 100 Köderfisch, Wobbler
Zander 40 – 80 Köderfisch, Gummifisch
Barsch 20 – 40 Maden, kleine Fische
Forelle 30 – 50 Maden, Wurm

Das Eisangeln erfordert neben einer sorgfältigen Vorbereitung auch ein gewisses Maß an Erfahrung und Geduld. Mit der richtigen Ausrüstung, dem Wissen um das Verhalten der Fische und den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen kann man jedoch einen unvergesslichen Tag auf dem Eis verbringen und den Nervenkitzel des Fischens auf gefrorenen Seen und Flüssen erleben.